"Operation Walküre" feiert am 15. Dezember Weltpremiere
Einer der diskussionsreichsten Filme des letzten Jahres schafft es endlich in die Kinos. "Operation Walküre" - ein Film über das gescheiterte Stauffenberg-Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler - wird sich erstmals am 15. Dezember in New York der Welt präsentieren. Deutschland darf jedoch noch bis zum 22. Januar warten, zwei Tage nachdem Regisseur Bryan Singer mit seinem Film in Berlin Europapremiere feiern wird.
Doch der Weg dorthin war nicht immer leicht: Schon zu Beginn schlugen sich die Presserwerkschaften um den Hauptdarsteller Tom Cruise, der zu dieser Zeit mit seinem (Religion)Bekenntnis zu Scientology schon genug für Aufsehen sorgte. Grund genug, dass viele der Meinung waren und sind, dass ein Scientology-Anhänger einem - für Deutschen - wichtigen und politischen Thema als Hauptbesetzung nicht gerecht werden kann.
Wäre das nicht schon genug, musste sich Regisseur Bryan Singer heftig zu Wehr setzen, um in den Originalschauplätzen in Berlin und Brandenburg drehen zu dürfen. Zwar gewann er schließlich die Schlammschlacht zwischen Moral und Anstand, jedoch verliefen die Dreharbeiten alles andere als reibungslos ab. Statisten verletzten sich und klagen nun mit Millionen-Schadensersatz und für die amerikanische Kinogesellschaft, war die erste Endfassung schlicht und einfach zu harmlos.
Ob "Operation Walküre" ein Optimum zwischen Hollywood und Geschichtstreue finden und Tom Cruise der Hauptrolle als Stauffenberg treu wird, bleibt abzuwarten. Den Bambi für Courage und Mut durfte sich Cruise letzten Jahres jedoch schon einmal abholen. Gerechtfertigt? Das zeigt sich ab dem 22. Januar überall im Kino.
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